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Verfasst am 02.05.2009 13:52:46 Uhr

Liebe Leser,

ich bin wieder zurück und erfreue Sie nun täglich mit dem

"Klodeckel des Tages"

Schauen Sie mal rein und speichern Sie den Link einfach ab.

Viel Spaß beim Lesen!


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Verfasst am 19.04.2009 20:10:59 Uhr

Liebe Leser,

die Zeit des Abschiednehmens ist gekommen. Sie konnten heute letztmalig meine Kommentare zum aktuellen Tagesgeschehen lesen. Genau 100 Mal habe ich mich an dieser Stelle in meinem täglichen Blog kritisch und satirisch mit den Vorgängen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auseinandergesetzt. 300 Artikel sind auf diese Weise entstanden, die ein Stück Zeitgeschichte auf- zeichnen. Hinter uns liegen Wochen, die vieles, was wir für selbstversändlich hielten, nachhaltig verändern werden. Die Welt ist im sprichwörtlichen Sinne aus den Fugen geraten.

Es waren spannende Monate, in denen ich versucht habe, Ihnen meine Sicht der Dinge näher zu bringen. Ich wollte dabei mit Ihnen hinter die Fassade der oft gesteuerten Nachrichten blicken und die Verantwortlichen benennen. Vor allem aber wollte ich Sie ein wenig unterhalten. In der Hoffnung, dass mir dies hin und wieder gelungen ist, danke ich Ihnen für Ihre Treue und Ihre Beiträge. Ich werde bald in anderer Form wieder von mir hören lassen. Schauen Sie einfach ab und zu hier rein. Ich wünsche Ihnen alles Gute und der Welt gute Besserung!


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Verfasst am 19.04.2009 00:00:42 Uhr
Meine 3 Top-News vom 18. April 2009

FDP schließt Koalition mit SPD wegen Steuerplänen aus:

Die FDP spricht Klartext und hat der SPD die Tür gewiesen. Gut gemacht! Angesichts der haarsträubenden Steuerpläne der Genossen, mit denen sie das Wahlvolk zu ködern hoffen, schloss FDP-Chef Westerwelle am Samstag eine etwaige Zusammenarbeit nach der Bundestagswahl kategorisch aus. Damit verliert die SPD, die in ihrem jetzt verabschiedeten Wahlprogramm erstaunlicherweise auch den Verzicht auf eine Koalition mit der Linkspartei festgeschrieben hat, eine weitere Option. Es bleibt ihr, falls sie Wort hält, nur die Fortsetzung der „Großen Koalition“. Dabei ist sie allerdings darauf angewiesen, dass der CDU rechnerisch nichts anderes übrig bleibt – derzeit schwer vorstellbar. Unterdessen verteidigen die SPD-Vorderen vehement ihren „steuerpolitischen Giftmüll in Bonbonpapier“, wie FDP-Generalsekretär Dirk Niebel formulierte. Für uns Bürger sind die Positionen nun klar bezogen: Die SPD will nicht mit „Der Linken“, „Die Grünen“ wollen nicht mit der FDP, zumindest ist dies das klare Votum der „Grünen Jugend“, die FDP will wiederum ihrerseits nicht mit der SPD. Und die Union will am liebsten nur mit der FDP. Ist doch zur Abwechslung schön, wenn die Festlegungen vor einer Wahl mal so klar sind. Aber leider haben wir erst April und bis zum großen Urnengang sind es immer noch mehr als fünf Monate. Es liegen noch etliche Landtagswahlen und die Europawahl vor uns. Und wer weiß, was die vollmundigen Parolen am Ende Wert sind. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass erst der Wahlabend die ganze Wahrheit zutage fördert und Versprechen dann nichts mehr gelten. Gut, dass sich die FDP inzwischen als Kraft etabliert hat, der man in der Politik halbwegs vertrauen kann. Der Wähler wird es ihr hoffentlich danken. Und der SPD kann nur noch eine Naturkatastrophe helfen – oder die Ankündigung, im Falle eines Wahlsieges allen Bürgern Freikarten für die Fußball-Bundesliga zu schenken.


Bundesagentur für Arbeit droht die Zahlungsunfähigkeit:

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) schlägt Alarm. Wie der „Spiegel“ aktuell berichtet und die BA am Samstag bestätigte, droht bereits im Herbst die Illiquidität. Nur ein Überbrückungskredit des Bundes könne verhindern, dass die Arbeitslosenversicherung in Liquiditätsprobleme gerate. Grund für die Geldnot sei die Änderung im Überweisungszyklus der Zahlungen, die bisher jeden Monat vom Bund aus dessen Mehrwertsteuer-Einnahmen an die BA flossen. Seit diesem Jahr erfolgt die Gesamtüberweisung – fast 8 Mrd. Euro in 2009 – erst im Dezember. Noch einmal zum Mitschreiben: Das sind nur die Zuweisungen aus einem Teil der Mehrwertsteuer, die der Finanzminister kassiert. Dazu kommen natürlich noch die Beiträge der Beschäftigten zur Arbeitslosenversicherung, die monatlich fließen. Insgesamt hat die BA im Jahr 2008 gut 38 Mrd. Euro erhalten, allerdings machte sich damals die Weltwirtschaftskrise am deutschen Arbeitsmarkt noch gar nicht bemerkbar. Angesichts der von der Politik verursachten Liquiditätskrise der BA, die sich im Zuge erheblich steigender Arbeitslosigkeit in den nächsten 12 Monaten deutlich verschärfen dürfte, ist die Ankündigung des Bundesarbeitsminis- ters (kleines Ratespiel: Wie heißt er?) reichlich verwegen, den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung „in jedem Fall 2009 und 2010“ bei 2,8% zu halten. Wer daran glaubt, muss entweder ein unverbesserlicher Optimist, oder extrem naiv sein. Natürlich wird die Bundesregierung der BA im Herbst so kurz vor der Bundestagswahl mit einem Notkredit aushelfen. Doch nach dem 27. September wird es schlechte Nachrichten für alle Arbeitnehmer hageln. Erinnern Sie sich noch, dass der Beitragssatz vor gar nicht langer Zeit bei 6,5% lag? Behalten Sie diese Marke doch mal im Blick. Und um das Ratespiel aufzulösen: Bundesarbeitsminister ist Olaf Scholz von der SPD.


Deutsche Ärzte machen Patienten aus Profitgier süchtig:

Geahnt haben wir es ja immer schon, jetzt gibt es offenbar Beweise. Eine dem „Spiegel“ vorliegende, noch unveröffentlichte Studie des Hamburger "Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung" enthüllt, dass Ärzte ihren Patienten weit mehr Medikamente verordnen als nötig und damit viele in die Tablettensucht treiben. Vor allem treffe dies für Schlaf- und Beruhigungsmittel zu, bei denen die Abhängigkeit besonders ausge- prägt sei. Mehr als 1,5 Millionen Patienten erhielten die süchtig machenden Präparate länger als in den Leitlinien für Mediziner vorgesehen und rund 800.000 Patienten identifizierten die Wissenschaftler in ihrer Studie gar als Dauerkonsumenten von Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Die Suchtforscher zeigen sich völlig überrascht von der enormen Zahl und verweisen darauf, dass die Dunkelziffer noch wesentlich höher liegen dürfte. Grund hierfür sei die systematische Fälschung der Abrechnungsstatistiken durch die Ärzte, die damit vermieden, dass das schwere Ausmaß der Tablettenabhängigkeit erfasst werden könne. Die bisher umfangreichste Untersuchung zum Thema Tablettensucht in Deutschland, für die 3,5 Mio. Kassenrezepte ausgewer- tet wurden, bringt ans Licht, dass Ärzte zur Sicherung kontinuierlicher Ein- nahmen abhängige Dauerpatienten regelrecht „züchten“. Um die kriminellen Machenschaften zu tarnen, verordnen viele Ärzte die Suchtmittel laut den Autoren der Studie inzwischen auf Privatrezept, weil so eine systematische Erfassung und Kontrolle nicht möglich ist. Deutliche Worte findet Rüdiger Holzbach, ein Psychiater an den LWL-Kliniken Warstein und Lippstadt: „Kollegen, die die Flucht in Privatrezepte einschlagen, haben schlicht und ergreifend Angst, dass ihnen Kassenärztliche Vereinigungen oder Kranken- kassen hinter die Langzeitverschreibungen kommen könnten - das ist Beihilfe zur Sucht“. Die deutsche Ärzteschaft gibt im 21. Jahrhundert ein jämmerliches Bild ab. Wen soll man heutzutage mehr verachten? Banker, Ärzte, Zuhälter, Drogendealer? Ich kann mich nicht entscheiden.


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Verfasst am 18.04.2009 00:00:28 Uhr
Meine 3 Top-News vom 17. April 2009

Milchbauern wollen europaweit für mehr Geld kämpfen:

Die Milchbauern gehen mal wieder auf die Straße. Man merkt's zwar kaum, dafür ist die Zahl der Demonstranten zu gering, aber sie tun es. Nun wollen sie sich Verstärkung holen. Mit einem europaweiten Protesttag wollen sie auf ihr beklagenswertes Schicksal aufmerksam machen: Der Milchpreis ist zu niedrig. Natürlich kassieren am Liter Milch viele mit. Da geht Geld für die Verpackung und den Transport drauf, der Staat nimmt sich seinen Anteil und nicht zuletzt will der Einzelhandel ein wenig Rahm abschöpfen. Da kann man nachvollziehen, dass auch der Milchbauer als Erzeuger des Produkts ein bisschen was übrig behalten möchte. Verwerflich ist das keineswegs. Das Problem liegt woanders: Die meisten Milchbauern haben das Prinzip der Marktwirtschaft nicht begriffen. Es gibt einfach viel zu viel Milch. Schuld ist eine jahrzehntelang verfehlte Politik, die einen steigenden Ertrag belohnte und mit umfangreichen Subventionsmaßnahmen sowie dem preisstützenden Aufkauf der überschüssigen Produktion falsche Weichen gestellt hat. Das gilt nicht nur für die Milch, sondern für die Landwirtschaft ganz allgemein. In vielen deutschen Regionen hat man schlicht gar nicht bemerkt, dass wir inzwischen im 21. Jahrhundert einer globalisierten Welt angekommen sind. Wir brauchen eben keine 500.000 landwirtschaftlichen Betriebe mehr. Dass überhaupt noch 10% der deutschen Arbeitsplätze in der Landwirtschaft zu finden sind, ist nur den zweistelligen jährlichen Milliardenzuschüssen der EU und des Bundes zu verdanken. Und wenn der Preis zu gering ist, den die Bauern für ihre Milch noch erlösen, derzeit sind es weniger als 25 Cent pro Liter, dann ist dies das direkte Ergebnis ihres eigenen Wachstums an den Marktbedürfnissen vorbei. Wir Verbraucher sollen nun dafür bezahlen, dass der Landwirt als Unternehmer seine Produkte am Markt weder in ausrei- chender Menge, noch zu einem auskömmlichen Preis absetzen kann. Ja, wo gibt’s denn so was?! Welcher Mittelständler einer anderen Branche würde es wohl wagen, eine derart freche Forderung zu stellen? Ich kenne keinen.


Umfangreicher Betrug mit Abwrack-Autos aufgedeckt:

Ach, die Abwrackprämie! Mittlerweile wäre es zwar Zeit für einen Nachruf, aber ein "Schmankerl" muss man sich zuerst noch auf der Zunge zergehen lassen. Am Anfang waren es die Autoschieber, die sich darüber totlachten, dass die drögen Beamten nicht einmal das Original des KFZ-Briefes haben wollten. So konnten sie eigentlich dem Schrott geweihte Gebrauchtwagen reihenweise mit sattem Gewinn ins Ausland verschachern. Dann kam der Ansturm der Bundesbürger, die – geblendet vom Zubrot des Staates – viel Geld ausgaben, das sie meist gar nicht hatten, um sich ein neues Auto zu leisten. Jetzt läuft die Welle aus und die verdutzten Staatshelfer schütteln schon wieder den Kopf. Der Steuerzahler hat artig viele Milliarden geblecht, rund 1,3 Mio. Deutsche haben ein neues Auto und die Schrotthändler, die in den vergangenen Tagen ein nicht enden wollendes Klagelied anstimmten, machen große Kasse. So furchtbar sei die Lage, so überrannt hätte sie der Ansturm, dass sie für ihren Schrott nicht mal mehr ein Zehntel des Preises erlösen könnten, der ihnen noch im vergangenen Jahr gezahlt worden sei. Nachrichtensendungen konnte man zuletzt nur noch mit Taschentüchern in der Hand verfolgen, so leid taten einem die Schrotthändler. Nun hat der Bund Deutscher Kriminalbeamter die Wirklichkeit beschrieben. Man stehe ganz am Anfang der Ermittlungen, doch zeichne sich ab, dass in durchaus nennenswertem Umfang Altautos gar nicht der Schrottpresse, sondern dem afrikanischen Kontinent zugeführt worden seien. Na, so eine Überraschung aber auch! Nicht, dass wir den Afrikanern unsere alten Autos nicht gönnen, aber die „Verschrotter“ kassieren auf diese Weise ein hübsches Sümmchen von irgendwelchen kriminellen Zwischenhändlern, die sich diebisch über die unverhoffte Möglichkeit zur Geldwäsche freuen. Ein zweites Mal halten sie dreist beim Kunden die Hand auf, der ihnen nicht nur das Produkt zuführt, sondern inzwischen die staatlich gewollte Verschrottung auch noch mit bis zu 200 Euro bezahlen muss. Noch spricht der BDK „nur“ von 500 Autos, von deren Verschiffung man sicher wisse, wir dürfen aber davon ausgehen, dass die Dunkelziffer weit höher liegt. Schlampige Umsetzung und fehlende Kontrolle – das Markenzeichen deutscher Politik.


Parteien fehlen Millionen durch Mitgliederschwund:

Selbst schuld. SPD, Grüne und CDU mussten im Verlauf der letzten Jahre einen immer stärkeren Rückgang ihrer Mitgliederzahlen verkraften. FDP und Linkspartei erfreuen sich hingegen wachsender Beliebtheit – nicht nur bei den Bürgern, sondern auch gemessen an ihrer Mitgliederstärke. Dies geht aus einem Bericht des Bundestagspräsidenten hervor, der die Entwicklung der Jahre 1997 bis 2006 aufzeigt. Demnach verzeichnete allein die SPD noch vor 12 Jahren Beitragseinnahmen in Höhe von umgerechnet fast 81 Mio. Euro. Im Jahr 2006 hatte sich diese Zahl um 40% auf nur noch gut 48 Mio. Euro reduziert. Ein dramatischer Rückgang, der kaum aufzufangen ist, und auch nach 2006 ist die Zahl der SPD-Mitglieder weiter gesunken. Noch böser gerupft wurden die Grünen, die als Auslaufmodell einer Bewegung der 1980er Jahre zwischen 1997 und 2006 mehr als die Hälfte ihres Beitrags- aufkommens einbüssten und nur noch 5,5 Mio. Euro an Beitragseinnahmen verzeichneten. Weniger schlimm erwischte es die CDU, die in dem besagten Zeitraum „nur“ einen Rückgang der Einnahmen um 16,5% auf rund 43 Mio. Euro hinnehmen musste. Dagegen konnte die Linkspartei als neu formierte Gruppierung zulegen. Strahlender Gewinner ist jedoch die FDP, die ihre Ein- nahmen zwischen 1997 und 2006 gegen den Trend um sage und schreibe 25% auf fast 7 Mio. Euro steigern konnte. Die Zahlen belegen, dass nicht nur in der breiten Bevölkerung, sondern auch innerhalb der Parteien selbst, Unmut und Politikverdrossenheit rasant zunehmen. Der Parteiaustritt ist wohl die schärfste Form des Widerspruchs gegen die Arbeit der politischen Führung. Dass sich der Apparat inzwischen verselbständigt hat, ist also keine zufällige Beobachtung. Was bedeutet das für uns? Mein Vorschlag: Abschaffung des Parteiensystems durch die Einstellung der staatlichen Parteienfinanzierung. Wahlprogramme sind seit jeher Lügengeschichten, mit denen man lediglich an Stimmen gelangen will. Letztlich geht es aber doch eigentlich darum, charakterstarke Persönlichkeiten mit der Verantwortung zu betrauen, die Staatsgeschäfte zu führen. Ohne das Korsett des Par- teienapparates ließen sich diese Menschen vielleicht sogar finden und für die anspruchsvolle Aufgabe gewinnen. Ja, schön wär's...aber keine Angst, liebe Bürger, es wird sich nichts ändern. Ich weiß, Sie fürchten nichts mehr als Veränderungen – und seien es auch nur welche zum Guten.


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Verfasst am 17.04.2009 00:00:53 Uhr
Meine 3 Top-News vom 16. April 2009

SPD strebt mit weiterem Wahlgeschenk erneut an die Macht:

Erst gestern hatte ich hier die Frage gestellt, mit welchen Geschenken die Politik nach der Abwrackprämie wohl ihre Wählerschaft bis zur Bundestags- wahl im September bei Laune halten wird. Dass schon heute ein schier un- glaublicher Vorschlag der SPD auf dem Tisch liegt, hatte ich jedoch nicht für möglich gehalten. Doch Not macht erfinderisch, und wenn diese Not so groß ist wie derzeit bei den Genossen, dann geht es auch schon mal richtig schnell. Man kann da nur hoffen, dass die Schwachsinnigkeit der Idee der Hektik geschuldet ist, mit der sie ausgebrütet werden musste. Anzunehmen ist hingegen eher, dass die SPD ganz bewusst ein weiteres Wahlgeschenk aus dem Hut zaubert. Alle Einkommensteuerpflichtigen, die außer dem Lohn keine weiteren Einkünfte haben, also die klassische SPD-Kundschaft, sollen – so das Versprechen – im Falle eines Wahlsieges künftig beim Verzicht auf eine Einkommensteuererklärung pauschal einen Bonus in Höhe von 300 Euro einstreichen. Und selbst Schüler und Studenten könnten den Steuerbonus erhalten, wenn sie ein bisschen in den Ferien auf Lohnsteuerkarte gejobbt haben. Ganz bewusst wählen die Genossen dabei die Bonus-Formulierung, um auch ihren Stammwählern einmal das Gefühl von Wertigkeit zu geben. Wer findet sich nicht super wichtig mit einem Bonus, das war ja bisher nur „denen da oben“ vorbehalten. Der kollektive Widerspruch aus sämtlichen politischen Lagern und den einschlägigen Verbänden musste dann allerdings selbst „Münte“ verunsichern. Der Vorschlag ist aber auch wirklich stupide. Das Wahlversprechen, von dem nach Berechnungen der Deutschen Steuer- gewerkschaft 5 Millionen Arbeiter und Angestellte profitieren dürften, soll über eine „Reichensteuer“ sowie eine neu eingeführte Börsenumsatzsteuer gegenfinanziert werden. Damit macht die SPD einen weiteren Schritt in Richtung einer Spaltung des Landes, die mittelfristig demokratiegefährdend wirken dürfte. Mit ihrem immer aggressiver betriebenen Lagerkampf der „Kleinen“ gegen die „Großen“ riskiert die SPD aus reinem Machtkalkül ein Auseinanderbrechen unserer ins Wanken geratenen Gesellschaft. Die Politik im Superwahljahr 2009: Kein Opfer ist groß genug für den Wahlsieg – nicht einmal die Demokratie.


Frankreichs Sarkozy hält offenbar wenig von Präsident Obama:

Die Idylle währte nicht lang. Doch es ist schon eher verwunderlich, dass in der glattgebügelten Welt westlicher Politik überhaupt eine kritische Stimme über Amerikas Heiland ihren Weg an die Öffentlichkeit findet. Wenige Tage nach seinem inszenierten „Triumphzug“ durch Europa, von den Medien mit großem Pomp begleitet, hat der amerikanische Präsident nun auch aus dem „alten Europa“ die erste harte Kritik einstecken müssen. Dass er in weiten Teilen der tschechischen Politik kein hohes Ansehen genießt, wissen wir ja schon. Nun machte auch Frankreichs Staatspräsident Sarkozy mal seinem Ärger Luft und polterte vor einer kleinen Schar französischer Abgeordneter im Elysée-Palast los. Die in der Regel bestens informierte „Bild“-Zeitung will erfahren haben, dass der sonst so urkomische Franzose sich alles andere als amüsiert zeigte von Obamas Künsten. Genauer gesagt, scheint er gar nichts vom neuen US-Präsidenten zu halten, bei dem er festgestellt habe, es gäbe selbst nach über zwei Monaten im Amt noch immer „einige Dinge, zu denen er keine Meinung hat“. Nun ist Politik kompliziert, Wirtschaft auch und die Finanzwelt erst recht. Als Entschuldigung für Ahnungslosigkeit will Sarkozy dies allerdings berechtigterweise nicht gelten lassen. Obama sei „nicht immer auf der Höhe, was Entscheidungen und Effizienz angeht" – wohl das Vernichtendste, was man über ein Staatsoberhaupt äußern kann. Die Reihe der Kritiker, die offen über die heiße Luft herziehen, die der junge Mann aus Kenia, Hawaii, Chicago, oder woher auch immer, ausstößt, wird lang und länger. Immerhin hat der US-Präsident im Kampf gegen die Piraten vor der gefährlichen Küste Somalias mit einer erfundenen Heldengeschichte einen außenpolitischen Achtungserfolg erzielt. Weniger Glück hatte er mit dem Namen "Bo" für den "First Dog”, übrigens ein schwarzer Portugiesischer Wasserhund, der ihm wegen des Gleichklangs mit dem englischen Wort für "Nein" und den damit verbundenen nachteiligen Folgen für die Erziehung des Tieres heftige Kritik eintrug. Mensch, Barack, das war doch eher eine der leichteren Aufgaben, wieder versemmelt.


US-Forscher machen Internet für soziale Kälte verantwortlich:

Amerikanische Forscher haben entdeckt, was uns schon lange schwante: Die häufige Nutzung des Internets macht gleichgültig. Eine Studie stellte jetzt fest, dass gerade die immer populäreren Funktionalitäten des Web 2.0 zur moralischen Abstumpfung führe. Vor allem prasselten die Informationen in viel zu schneller Folge auf die meist noch sehr jungen Nutzer ein, so die Wissenschaftler der University of Southern California. Twitter, Facebook & Co. überforderten mit ihrer Möglichkeit, unablässig kurze Textnachrichten zu verfassen und zu versenden, den Bereich des menschlichen Gehirns, der dafür zuständig ist, Emotionen auszuwerten und zu verarbeiten. Die Nutzer erhielten aus ihrem in der Regel weit verzweigten Online-Netzwerk ständig neue Nachrichten und könnten deren Inhalte nicht mehr absorbieren. Die Folge könnten langfristige Schäden in der noch im Gang befindlichen Ge- hirnentwicklung junger Menschen sein, vor allem aber – und das zeige die Studie – eine Verkümmerung der Fähigkeit, mit emotionalen Informationen umzugehen. Aus meiner eigenen Beobachtung kann ich die Ergebnisse der Untersuchung vollauf bestätigen. Mir sind reihenweise junge Menschen bekannt, die sich über das „Social Network“ der Online-Dienste kennen gelernt haben und auch im richtigen Leben miteinander verkehren – unter Nutzung ihrer Alias-Namen aus dem Internet. Doch die Forscher warnen nicht nur vor einer allzu intensiven Nutzung des „World Wide Web“ zu Kommunikationszwecken, die eine verminderte Beschäftigung mit „moral- formenden Aktivitäten“ in der realen Welt mit sich bringe. Die nachlassende Fähigkeit zur Empathie sei auch das Ergebnis „einer Medienkultur, in der Gewalt und Leiden eine endlose Show“ böten. Mit dieser selbst für den Laien nachvollziehbaren Feststellung treffen die Autoren der Studie den Nagel auf den Kopf. Das Resultat sehen wir täglich, insbesondere bei der jüngeren Generation: Oberflächlichkeit, Teilnahmslosigkeit, Gleichgültigkeit.


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